Gedruckt sehen alle QR-Codes gleich aus, doch sie funktionieren nicht alle gleich. Ein statischer QR-Code enthält die Information selbst. Ein dynamischer QR-Code enthält einen Kurzlink, der zur Information weiterleitet – und dieser Link lässt sich jederzeit ändern.
Die Wahl hat praktische Folgen: ob Sie einen Fehler nach dem Druck korrigieren, Scans messen oder von einem Online-Dienst abhängig sind. So entscheiden Sie je nach Einsatz.
Kurz gesagt
Nehmen Sie einen statischen QR-Code für Informationen, die sich nie ändern (ein stabiles WLAN, eine dauerhafte Website-Adresse): Er ist kostenlos und funktioniert ohne Drittanbieter. Nehmen Sie einen dynamischen QR-Code, sobald sich das Ziel ändern kann oder Sie Scans zählen möchten: Sie ändern ihn ohne Neudruck.
Wie funktioniert ein statischer QR-Code?
Ein statischer QR-Code codiert die Information selbst in seinen schwarzen und weißen Quadraten: eine Webadresse, WLAN-Zugangsdaten, eine Kontaktkarte (vCard), eine Telefonnummer oder eine vorformulierte SMS. Das Smartphone liest diesen Inhalt direkt, ohne Umweg über einen Server.
Das bedeutet:
- Er lässt sich nicht ändern. Ändert sich die Adresse oder enthält sie einen Tippfehler, müssen Sie einen neuen QR-Code erstellen und alles neu drucken.
- Er hängt von keinem Dienst ab. Er funktioniert, solange das Ziel existiert – auch wenn das Tool, mit dem er erstellt wurde, verschwindet.
- Er liefert keine Statistiken. Niemand weiß, wie oft er gescannt wurde.
- Je länger der Inhalt, desto dichter der Code. Eine lange Webadresse ergibt einen vollen QR-Code, der klein gedruckt oder aus der Entfernung schwerer lesbar ist.
Wie funktioniert ein dynamischer QR-Code?
Ein dynamischer QR-Code codiert einen Kurzlink (zum Beispiel pliyos.com/7KX4M). Beim Scannen leitet der Dienst zum Ziel weiter, das Sie im Dashboard festgelegt haben. Dieses Ziel können Sie jederzeit ändern – der gedruckte QR-Code bleibt immer gleich.
Das bedeutet:
- Er lässt sich nach dem Druck ändern. Neue Aktion, neue Speisekarte, verschobene Seite: Sie aktualisieren das Ziel mit einem Klick.
- Er misst Scans. Anzahl der Scans, zeitlicher Verlauf und je nach Tarif Länder und Gerätetypen.
- Er bleibt schlank. Der Kurzlink ergibt einen Code mit geringer Dichte, der sich auch klein gedruckt leicht scannen lässt.
- Er hängt vom Dienst ab. Die Weiterleitung läuft über den Anbieter: Endet das Abo, führt der QR-Code nicht mehr zu Ihrem Inhalt.
Die Unterschiede auf einen Blick
Wann ist ein statischer QR-Code die richtige Wahl?
Statisch passt, wenn die Information stabil ist und Sie nichts messen müssen:
- Das WLAN zu Hause oder in einem kleinen Laden, wenn sich das Passwort nicht ändert. Das Smartphone verbindet sich nach dem Scan direkt mit dem Netz.
- Ihre Visitenkarte, wenn Ihre Kontaktdaten langfristig gleich bleiben.
- Ein Link zur Startseite Ihrer Website, deren Adresse sich nicht ändert.
- Einmalige Nutzung: eine Einladung, ein internes Dokument, ein Test.
Der kostenlose QR-Code-Generator von Pliyos erstellt statische QR-Codes (URL, WLAN, vCard, SMS, Anruf) zum Herunterladen in hoher Auflösung – ohne Anmeldung, in Ihren Farben und mit Ihrem Logo.
Wann ist ein dynamischer QR-Code die richtige Wahl?
Dynamisch ist Pflicht, sobald der QR-Code in großer Stückzahl oder für lange Zeit gedruckt wird:
- Speisekarten, Gästemappen, Plakate im Schaufenster: Der Inhalt ändert sich, der Träger bleibt.
- Marketingkampagnen: Flyer, Verpackungen, Messen. Nach dem Event leiten Sie auf ein neues Angebot um und vergleichen die Werbeträger anhand der Statistiken. Für Agenturen und Marken erklärt unser Leitfaden zu White-Label-QR-Codes, wie Sie sie unter Ihrer eigenen Domain einsetzen.
- WLAN eines Betriebs, dessen Passwort regelmäßig wechselt: Der QR-Code öffnet eine WLAN-Seite, die Sie aktualisieren, statt neu zu drucken.
- Kundenbewertungen: Derselbe QR-Code kann heute zu Google und morgen zu einer anderen Plattform führen.
Mit den dynamischen QR-Codes von Pliyos enthält der Tarif QR Starter (5 € pro Monat) 5 dynamische QR-Codes mit Basisstatistiken, der Tarif QR Pro (15 € pro Monat) 30 QR-Codes mit eigenem Design und detaillierten Statistiken.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
Lassen Sie einen statischen QR-Code nie auf ein nur vorübergehend gehostetes PDF oder auf eine Seite zeigen, die umbenannt werden könnte. Sobald der Link nicht mehr funktioniert, sind alle Ihre Drucksachen wertlos.
Einen Anbieter für dynamische QR-Codes wählen, ohne zu prüfen, was nach Ende des Abos passiert. Manche kostenlosen Dienste blenden Werbung ein oder deaktivieren die Codes nach einer Testphase. Lesen Sie die Bedingungen, bevor Sie Tausende Flyer drucken.
Nur mit dem eigenen Smartphone testen. Scannen Sie den gedruckten QR-Code mit mehreren Geräten, aus der tatsächlichen Entfernung und bei der Beleuchtung vor Ort.
Die Ruhezone vergessen. Lassen Sie einen weißen Rand um den QR-Code: Ohne ihn können manche Smartphones ihn nicht lesen.
Den QR-Code zu stark verkleinern. Für Tische oder Flyer sollten es mindestens 2 bis 3 cm Kantenlänge sein. Für ein Plakat, das aus der Ferne gelesen wird, vergrößern Sie ihn entsprechend der Entfernung.
Kann man einen statischen QR-Code in einen dynamischen umwandeln?
Nein: Der Inhalt eines statischen QR-Codes ist in seinem Muster festgelegt. Zeigt Ihr statischer QR-Code jedoch auf eine Adresse Ihrer eigenen Website, können Sie diese Adresse serverseitig umleiten. Das ist eine Notlösung, ohne Statistiken und ohne einfache Oberfläche. Für Ihre nächsten Drucksachen nehmen Sie direkt einen dynamischen QR-Code.
Häufige Fragen
Läuft ein statischer QR-Code ab?
Nein. Ein statischer QR-Code hat kein Ablaufdatum: Er funktioniert, solange sein Ziel existiert. Ablaufen kann höchstens die Seite oder Datei, auf die er verweist.
Ist ein dynamischer QR-Code weniger sicher?
Nicht an sich. Die Weiterleitung läuft über den Server des Anbieters: Wählen Sie einen zuverlässigen Dienst, bei DSGVO-Pflicht mit Hosting in Europa, der keine Scan-Daten weiterverkauft.
Erfassen die Statistiken eines dynamischen QR-Codes personenbezogene Daten?
Scan-Statistiken sind meist aggregiert: Anzahl der Scans, Zeitraum, Land, Gerätetyp. Wenn Sie einem QR-Code Werbe-Pixel hinzufügen, nennen Sie diese in Ihrer Datenschutzerklärung.
Welcher Typ eignet sich für eine Speisekarte?
Ganz klar ein dynamischer QR-Code: Die Karte ändert sich, die Preise auch, und Sie möchten Ihre Tischaufsteller nicht neu drucken. Unser Leitfaden zur QR-Code-Speisekarte erklärt die Einrichtung im Detail.
